Autor Thema: Roman - Nacht über Herathis  (Gelesen 3327 mal)

von Thurgau

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #15 am: 22 Mär 2017, 23:23:44 »
Habe den Roman jetzt auch durch und bin sehr positiv überrascht.

Die meisten Bücher die auf Lizenzen basieren, haben meinen Geschmack bis jetzt nur sehr, sehr selten getroffen, was dafür sorgte, dass ich diese als grottenschlecht wahrnahm.
Es muss eine grosse Last für den Autor sein, den ersten Roman einer solchen Reihe zu schreiben.
Wird das Buch negativ aufgenommen, kauft vielleicht niemand mehr die weiteren Bücher und egal wie gut oder schlecht das Buch ist, alle Folgeromane werden sich daran messen müssen.
Herr Weste setz die Messlatte aber direkt hoch und liefert ein unterhaltsames Buch, dass jeden begeistern sollte der gern in fantastische Welten eintaucht.

Besonders gut gefallen hat mir, dass Herr Weste sich Zeit genommen hat die Geschichte aufzubauen und die meisterliche Art, wie er der Welt leben eingehaucht hat.
Sorry but you are not allowed to view spoiler contents.
Eine weitere Stärke des Buchs sind seine sympathischen Nebencharaktere.
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Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist: Mir ist die ursprüngliche Motivation des Hauptcharakters sein spezielles Handwerk auszuführen beim lesen entgangen.
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Bin ohne Erwartungen an das Buch gegangen und bin sehr zufrieden.
Habe dem Buch auf dem Portal, wo ich es bestellt habe die höchste Bewertung gegeben.
« Letzte Änderung: 22 Mär 2017, 23:37:01 von von Thurgau »

Nazir ibn Yussuf

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #16 am: 23 Mär 2017, 00:34:45 »
Das klingt ja alles sehr erfreulich. :) Jetzt überlege ich doch glatt, auch mal mein Glück zu versuchen.

maggus

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #17 am: 23 Mär 2017, 07:35:05 »
Ein Lothar Grall hat seine Meinung bie Amazon gepostet:
https://www.amazon.de/product-reviews/3867622795/
"Befreien Sie das Unreich!"

Finubar

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #18 am: 24 Mär 2017, 08:36:18 »
Wann is das im Shop verfügbar? Und wird es ein PDF geben?
Ein Tag ohne Lächeln ist ein Verlorener ... ;-)

koppelschoof

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #19 am: 24 Mär 2017, 12:48:54 »
Wann is das im Shop verfügbar? Und wird es ein PDF geben?
Es ist bereits im Shop als ePub erhältlich

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Grimrokh

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #20 am: 24 Mär 2017, 13:20:48 »
Für alle, die es nicht gefunden haben:

Den Roman (als epub und als hardcopy) findet man unter dem Punkt "Feder & Schwert" - "Splittermond: Romanreihe"

http://shop.uhrwerk-verlag.de/151-splittermond-romane
Preiset die Drei, die Eins sind! Auf dass ihre Macht sich stetig mehren möge.

Turek

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #21 am: 01 Apr 2017, 22:22:03 »
Bei Lovelybooks kann man sich noch bis Montag für eine Leserunde bewerben. Es werden von Feder & Schwert 10 Printexemplare und 10 eBooks verlost.  8)

https://www.lovelybooks.de/autor/Anton-Weste/Nacht-%C3%BCber-Herathis-1428278337-w/leserunde/1443182540/

Meister Hildebrand

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #22 am: 16 Apr 2017, 17:14:45 »
Ich habe den Roman jetzt auch durchgelesen und bin auch positiv von ihm angetan.
Die Plotwendungen waren jetzt keine WTF-Momente, aber gut und konstant (=im Sinne des Fortlaufs der Geschichte) geschrieben.
Das Ende kam für mich auch etwas zu abrupt und ich hatte das Gefühl, dass hier bereits die Fortsetzung geplant wird. Aber genau die Fortsetzung will ich auch lesen und wie es weitergeht.

Für den Welt-Hintergrund sind ein paar interessante Anregungen dabei.

Für mich eine Kaufempfehlung - auch für Leute, die noch in Splittermond einsteigen wollen

Eine kleine Frage habe ich noch (nicht lesen, wenn man den Roman noch nicht gelesen hat):
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SeldomFound

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #23 am: 16 Apr 2017, 18:11:51 »

Eine kleine Frage habe ich noch (nicht lesen, wenn man den Roman noch nicht gelesen hat):
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Stewie

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #24 am: 16 Apr 2017, 20:06:04 »
Ich fand den Roman eigentlich auch recht gut, gerade auch sprachlich, bei Büchern zu (Rollen)spielwelten ist man ja schlimmes gewohnt.

Ab etwa der Mitte fand ich es dann aber doch etwas ermüdend das die Wendungen der Geschichte schon sehr weit im voraus bemerkbar sind - sie wirken letztendlich immer sehr sauber und nachvollziehbar konstruiert - nehmen so aber eben auch Spannung aus den Buch. Zumal an einigen Stellen ja auch der Erzzählfokus von Dorn auf andere Charaktere wechselt, hier hätte man den Leser finde ich gerne eine Weile in dunkeln tappen lassen können und vielleicht später mit einer Rückblende arbeiten können, als gleich aufzuzeigen was passiert.


mordio

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Nacht über Splittermond
« Antwort #25 am: 21 Apr 2017, 19:12:09 »
"Die Herren von Chorhop" war ein ausgezeichnetes Abenteuer und ich habe gedacht: "Was für ein grandioser Abenteuerautor."
Nach der Lektüre von "Nacht über Herathis" kann ich nur sagen: "Schuster bleib bei deinen Leisten."
Die "große Last" von der "von Thurgau" sprach konnte in meinen Augen nicht gestemmt werden.

Die Handlung lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Meuchler verhindert Dämonenbeschwörung. Das muss jetzt nicht schlecht sein, aber eben nicht sehr originell.

Die Hauptcharaktere sind ziemlich platt. Das liegt aber schon am Grundaufbau: Gute Meuchler! (Zitat Evene)
Die Aussage "Wir töten nur die, die es verdient haben.", ist schlicht Unsinn. Woher nehmen sich Vasco oder Pitt denn das Recht zu bestimmen, wer den Tod verdient hat. Und dann töten sie auch nicht nur ihre Ziele sondern deren gesamte Entourage gleich mit, aber die werden es bestimmt auch verdient haben; mit gehangen, mit gefangen, so sagt man doch.
Naja, sie meucheln halt nur die Bösen und sie selbst sind die Guten. Gut und böse, mit diesen Termini kann man Bauern fangen, aber keine Kenner von guter Fantasy-Literatur, es fehlt schlicht das Grau.
Natürlich erwarte ich keine High-Fantasy, wenn ich einen Splittermondroman lese, aber etwas mehr Charakterdesign kann man schon erwarten. Den Autor trifft da wahrscheinlich nicht mal die Schuld, denn in den meisten Hollywood-Blockbustern funktioniert es ja auch und ist ein bewährtes Rezept. Das schaut man sich dann ab und sieht sich auf der sicheren Seite. Gut ist es deshalb nicht sondern maximal dunkelgrau.

Symptomatisch für das gesamte Buch war aber der Epilog. Ein Autor versucht mit seiner Geschichte bei den Lesern Emotionen hervorzurufen, sie sollen mit den Charakteren mitfiebern, mitleiden, miterleben. Bekommt man dies nicht so richtig hin, dann wird ein Roman langweilig. Aber es gibt einen Ausweg: Klamauk.
Man zieht Situationen ins Lächerliche, man macht eine ernste Szene komisch bevor sie eben ungewollt komisch wird. Da wird dem Sterbenden der Heiltrank verwehrt, umgestaltete Pädophilenwitze oder  die Initiation eines Meuchlerzirkels durch die weinholende Schwester unterbrochen. Schön den Tropfen neben den Augen in Manga-Manier.

Ich bin enttäuscht, der Patient ist tot, der Drops schmeckt fürchterlich und wird wahrscheinlich NICHT nochmal gelutscht. Wahrscheinlich sage ich nur, weil ich gerne eine zweite Chance gebe.
« Letzte Änderung: 21 Apr 2017, 22:41:34 von mordio »

von Thurgau

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Re: Roman: Nacht über Herathis
« Antwort #26 am: 21 Apr 2017, 23:03:12 »
Schade, dass der Kurzroman dir so stark missfallen hat "mordio".
Geschmäcker sind eben verschieden und zum Beispiel mir gefällt durchaus zwischendurch mal etwas leichtes, was zum schmunzeln einlädt - auch wenn der Roman die Schwäche hat, die uns beiden aufgefallen ist.
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Ich hoffe du verstehst, dass ich deine Meinung respektiere, aber ich bitte dich unmaskierte Spoiler zur Handlung zu vermeiden und Sätze wie...
*schnipp*aber keine Kenner von guter Fantasy-Literatur*schnapp*
...sind in diesem Kontext sehr anmassend.  >:( Da du damit implizierst, dass jeder der dass Buch gut findet ein Ignorant ist.

« Letzte Änderung: 21 Apr 2017, 23:16:07 von von Thurgau »

mordio

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #27 am: 21 Apr 2017, 23:34:09 »
Ich impliziere nicht, dass besagte Leser Ignoranten sind. Ich impliziere nur, dass besagte Leser wahrscheinlich keinen großen Erfahrungsschatz mit guter Fantasy-Literatur haben oder nicht sehr kritisch lesen und sich lediglich unbedarft und leicht unterhalten wollen. In diesem Sinne kann man durchaus von einem naiven (ohne negative Konnotation) Leser reden und redensartlich steht ein Bauer für einen naiven Menschen.

Eine Möglichkeit mit einer schlechten Kritik umzugehen ist sachlich, ein anderer ist, den Verfasser der Beleidigung zu bezichtigen. Ich hoffe doch, weitere Kommentare sind eher sachlicher Natur.

Drakon

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #28 am: 23 Apr 2017, 22:28:24 »
Eine Möglichkeit mit einer schlechten Kritik umzugehen ist sachlich, ein anderer ist, den Verfasser der Beleidigung zu bezichtigen. Ich hoffe doch, weitere Kommentare sind eher sachlicher Natur.

Ganz theoretisch ist es aber auch möglich, dass sich eine - subjektiv berechtigte - schlechte Kritik dennoch im Ton vergreift. Vor allem dann, wenn sie nicht den Autor beleidigt, sondern in der Hybris der einzig wahren Kritikerpose allen anderen, die zu einem anderen - genauso subjektiven - Geschmacksurteil kommen, Erfahrung, Urteils- und/oder Kritikfähigkeit abspricht. Also ganz theoretisch zumindest.

Ich denke das war noch sachlich.
Zwar eher meta-sachlich, aber dafür jetzt auch nochmal sachlich zum Thema "Graustufen" in der Fantasy:

Meiner Meinung nach gibt es diesbezüglich verschiedene Stilistiken in der Fantasy-Literatur. Ganz ursprünglich (wenn man da mal Tolkien ansetzt - was man natürlich literaturhistorisch hinterfragen kann, aber EDO-bezüglich jetzt mal als Arbeitshypothese dienen mag) gab es recht klare Gut-Böse-Schemata mit höchstens einzelnen Grenzgänger-Figuren. Zwischenzeitlich waren mal Anti-Helden sehr angesagt. Momentan ist der Trend eher sehr grau mit vielen Schattierungen.
Das Ganze ist aber mMn keine Qualitäts- sondern eine reine Stilfrage. Ich kann mit moralisch sehr scherenschnitthaftig gezeichneten Figuren qualitativ sehr hochwertige Geschichten schreiben (schwierige Kategorie in ästehtischen Fragen übrigens) und auch den größten Schund. Ebensolches mit moralisch ambivalenten Figuren.

Anton hat meiner Ansicht da einen Mittelweg genommen, indem er hinsichtlich von Moralfragen eine sehr "klassische" Gestaltung gewählt hat, während er das Ganze mit Meuchlern als Hauptcharakteren eher im grauen bis Antihelden-Milieu angesiedelt hat. Die weitgehende Ausklammerung moralischer Zwiespälte bzw. eher simple Abfertigung a la "Wir töten nur die, die es verdienen" ist meiner Auffassung nach typisch für mittellange Rollenspielromane, die eine andere Absicht verfolgen als ein mehrbändiger Epos wie ASoIaF.
Die klare Aufteilung von Gut und Böse ist ja gerade ein Feature vieler Rollenspiele und auch bei Splittermond mit klar bösen Antagonisten durchaus Design-Ziel gewesen (wiewohl es natürlich auch Platz für Graustufen gibt - gerade wenn man sich v.a. auf menschliche Antagonisten bezieht). Anton bliebt hier also nichts anderem als der Linie treu.

Meinem Vorredner möchte ich somit sachlich entgegenhalten: Schön, dass der Autor nicht dem Zeitgeist auf den Leim geht und versucht alles in einem Meer aus moralischen Graustufen zu ertränken, sondern - der Linie Splittermond treu - seine von der Profession her fragwürdigen Protagonisten eine der klassischen Fantasy entsprechende moralisch klare Richtschnur als Kämpfer für das Gute(TM) haben.

(Ich wäre übrigens sehr gespannt auf seine Einteilung in gute und schlechte Fantasy-Literatur, denn: "gute" und "schlechte" Literatur - mit diesen Termini kann man mMn höchstens Bauern fangen, aber keine Kenner von Literatur an sich, es fehlt schlicht die ästhetische Subjektivität :P )
« Letzte Änderung: 23 Apr 2017, 22:34:27 von Drakon »
Der Eule kurz, dem Feinde lang. Näk.

mordio

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Re: Roman - Nacht über Herathis
« Antwort #29 am: 04 Mai 2017, 21:28:12 »
Hybris sagt es, na meinetwegen. Forenleute müssen aber auch oft aus Kleinigkeiten ein riesen Aufhebens machen, aber um dieses pseudo-intellektuelle Gedisse, von dem ich mich gar nicht freisprechen will, jetzt mal abzuschließen: Es tut mir leid, wenn sich jemand beleidigt gefühlt hat, ist halt meine Art. Ich werde an mir arbeiten, wenn ich einen weiteren Beitrag schreibe.

Zum Buch:
Wir bewegen uns hier auf dem Spielfeld der Trivialliteratur. Ich verlange keine tiefere Ebene oder bringe irgendeine Art von Deutung in dieses Machwerk, aber man kann doch auch abseits der Subjektivität, die hier so hochgehalten wird, das man meinen könnte, sie überstrahle jedewede Meinung, über das Handwerk reden. Das Handwerk des Schreibens, was bei manchen zu einem guten Roman führen kann und bei manchen eben nicht. Grundsätzlich muss es Charaktere geben, mit denen der Leser etwas anfangen kann, dann sollte es eine Geschichte geben, die in irgendeiner Art und Weise den Leser ans Buch fesselt und natürlich noch einen Hauch Genie, Inspiration, nennt es wie ihr wollt.
Jetzt wieder subjektiv: Fehlt es am Genie, kann man es lesen und vergessen, fehlt es am anderen – ich streiche jetzt mal das 'man' – dann ärgere ich mich darüber, dass es überhaupt durch ein sogenanntes Lektorat kam. Dieses Buch ist einer der vielen Gründe dafür, dass die Fantasy-Literatur noch immer von allen anderen Genres belächelt wird. Eskapismus wäre für dieses Buch eine Trophäe! Ich finde es schlicht handwerklich schlecht.

Zur Farbenlehre alla Drakon:
Ich muss jetzt einfach nochmal nachhaken wegen des Mittelweges. Weste soll hier laut Drakon eine "klassische" Gestaltung der Moralfragen vorgenommen haben, wobei das setzen in Anführungszeichen doch schon zeigt, dass sich Drakon von dem Begriff distanzieren will. Klassisch ist hier nichts. Die moralische Ausrichtung der Hauptcharaktere ist einfach inkonsistent. Hier mal der gute und edle Retter und da der kaltherzige Meuchler. Menschen funktionieren so nicht und das macht diesen Charakter so unglaubwürdig. Dann ist er extrem unprofessionell (z. B. wohnt bei seiner Schwester, mordet nicht nur das Ziel, hat keinen Plan B und verlässt sich auf sein Glück) und soll einem Neuanwärter für die Meuchlerlehre ausbilden und gilt als der legendäre Meuchler.
Das Meuchlermilieu ist eben gerade sehr "schick" und alle finden Meuchler "voll cool", aber damit dann einen Retter der Stadt zu bauen ist auf dem westchen Weg nicht möglich. Da bräuchte es äußere Zwänge, die einen Meuchler zu solchen Taten bringen und nicht das Gewissen. Absurd!
Und diese "simple Abfertigung", von der Drakon redet, ist ja genau, was ich meine, denn es ist simpel und der Leser wird abgefertigt. Danke für diese Worte Drakon, hätte es selbst nicht besser schreiben können.
Wenn der Herr Weste der Linie Splittermonds mit seinem Roman tatsächlich treu bleibt und dieses Niveau sich auch durch die künftigen Abenteuer ziehen soll, na dann gute Nacht. Ich hätte mir da wirklich mehr gewünscht als simple Abfertigung, aber wenn Graustufen tabu sind, dann ist halt nicht viel drin.

:-\ Splittermond, das Märchenrollenspiel, legen Sie Brotkrumen aus und befreien Sie die Prinzessin aus dem Turm.  :'(

Meinem Vorredner möchte ich somit sachlich entgegenhalten: Vergiss den Zeitgeist, meinetwegen kann er in Versen schreiben, wenn er vernünftig schreibt.
Allerdings haben wir hier unglaubwürdige Charaktere, eine vorhersehbare, langweilige Handlung, ein etwas seltsames Verständis von Sprachwitz (schnicki-schnacki) und null Innovation, meine Meinung.

Kritik soll dazu beitragen, dass etwas verbessert wird. Mehr will ich nicht, da ich in dem ganzen Rollenspiel Splittermond viel Potenzial sehe und diese neuste Veröffentlichung ist einfach schlecht. Man kann das akzeptieren und sagen, dass man es besser macht oder man kann sagen, dass man etwas sehr Tolles gemacht hat. Ich habe einfach, ganz unsachlich, das Gefühl, dass Drakon seinen "Anton" hier ein bisschen in Watte wickeln will, aber wenn dabei dann weitere solcher Machwerke herauskommen, dann bin ich gegen Watte.
Es gibt auch handwerklich gute Romane in Rollenspielreihen, wobei ich da nur mit DSA und SR vertraut bin, aber da gibt es lesenwerte Sachen. 

Richtig, das Gegenteil von lesenswert ist lesensunwert.
« Letzte Änderung: 04 Mai 2017, 21:30:42 von mordio »