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Autor Thema: Im Zeichen der Schlange / Bewertung & Rezensionen  (Gelesen 1364 mal)

Thallion

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Im Zeichen der Schlange / Bewertung & Rezensionen
« am: 09 Jun 2016, 09:11:43 »
Im Zeichen der Schlange

Das Abenteuer ist im Splittermond Shop als Buch oder als PDF erhältlich.

Wiki Artikel:
http://splitterwiki.de/wiki/Im_Zeichen_der_Schlange

Autoren:
Martin John

Klappentext:
Wo tief im Dschungel Pyramiden ihrer Entdeckung harren, wo verbotene Täler von undurchsichtigen Mächten beschützt werden und wo Reichtümer auf denjenigen warten, der bereit ist, sein Schicksal herauszufordern, um es in die eigene Hand zu nehmen, dort liegt Gotor, das Land der Artefakte.
Auf den Spuren einer verheißungsvollen Erbschaft reisen die Abenteurer tief im Süden bis an den Rand der Welt und suchen dort nach den Teilen einer lange verlorenen Schatzkarte. Mit ihrer Hilfe soll es gelingen, dem Urwald ein legendäres Kleinod mit geheimnisvollen Kräften zu entreißen: den graugrünen Smaragd.
Im Zeichen der Schlange ist ein Abenteuer für Charaktere des 2. Heldengrades und kommt als 68-seitiges schwarzweißes Softcover daher.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Nutzern teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Abenteuers vorgesehen.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!

JohnLackland

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Re: Im Zeichen der Schlange / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #1 am: 09 Jun 2016, 09:23:24 »
Ein sehr cooles nettes Abenteuer in bester Indiana Jones Manier und ein Einstieg in das Abenteuer jenseits von Dragorea. Bitte mehr davon!

Benötigt etwas Anpassung von den Spielleiter, damit es auf jede Gruppe passt, ist aber ganz klar für jeden spielbar.

Einzig die Handouts finde ich etwas Mau, hätte mich über eine echte Karte aus vier Teilen gefreut und auch eine Stadtkarte der Ortschaft.

Eine gute dicke Fette 2 von mir.
Spielst du schon oder diskutierst du noch über die Regeln?

Olibino

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Re: Im Zeichen der Schlange / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #2 am: 09 Jun 2016, 15:30:13 »
Ich sehe es genau so wie John.

Der Stil des Abenteuers hat mir super gefallen (soviel Sandbox wie möglich, tolle Herausforderungen auch jenseits von Kämpfen, die Besonderheiten von Gotor kommen gut rüber). Ich hätte sehr gerne eine 1 gegeben, aber wenn wirklich alle Handouts fehlen (neben den genannten hätte ich auch einen Auszug aus dem Tagebuch erwartet), muß ich leider eine Note abziehen.

SplitterImAuge

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Re: Im Zeichen der Schlange / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #3 am: 10 Jun 2016, 22:12:21 »
Also mir hat das Abenteuer nicht gefallen.

Das liegt zum einen am Setting. Ich stehe nicht so auf durch den Dschungel stapfen.
Daneben sind aber auch handwerklich ein paar Dinge nicht so gut gelungen: es gibt keinen Plan von Dikango, keinen von der Anlage mit dem Baumhaus (obwohl die Beschreibung erheblich leichter verständlich wäre, wenn man ein Bild vor Augen hätte) und auch keinen von dem Weg durch den Dschungel. Die Schatzkarte gibt es auch nirgends zu sehen, ein paar Verweise im Text passen nicht so ganz (s.a. http://forum.splittermond.de/index.php?topic=4272.0).
Inhaltlich gefallen mir ein paar Dinge auch nicht so recht. So soll man in Dikango, einem Ort mit immerhin ca. 8.000 Einwohnern, feststellen, was aus vier Leuten geworden ist, die vor 50 Jahren da waren. Schriftliche Aufzeichnungen gibt es da nicht, so dass man darauf angewiesen ist, Leute zu finden, die sich an die vier erinnern können. Wie realistisch ist denn das? Vor allem, da man ja nicht ausschließen kann, dass die möglicherweise weggezogen sind?
Bei Serpentinos Abgang habe ich mir schon die Frage gestellt, was das soll. Da bekommt man schnell den Eindruck, diese Kultisten seien absolut unfähig.
Verschwendetes Potenzial sind zudem der Riesenaffe und die Schlangenfrau. Wenn man sich einschlägige Filme ansieht, dann kommen dort die Abenteurer meist in eine Konfliktsituation zwischen zwei verfeindeten Parteien und müssen sich da irgendwie wieder rauswinden. Meist dauert das den größten Teil des Films. Und hier kommt das so rüber wie zwei etwas stärkere Zufallsbegegnungen. Wahrscheinlich werden die Abenteurer eher versuchen, ihnen aus dem Weg zu gehen.

Ich würde wahrscheinlich ein paar Dinge ändern.
Mindestens einer der Kartenbesitzer in Dikango sollte noch leben und in unregelmäßigen Briefkontakt zu Fidors Großvater gestanden haben. Dann haben die Abenteurer einen Ansatzpunkt in Dikango. Die Kartenteile sollten dann zumeist in den Händen der Nachfahren der ursprünglichen Kartenbesitzer sein, die allesamt aber keine Abenteurer sind. Wenn sie mitbekommen, dass jemand den Schatz bergen will, heuern sie ein paar Leute an, die für sie nach dem Schatz suchen sollen. Die könnten dann mit den Abenteurern in Konkurrenz stehen.
Die beiden konkurrierenden Gruppen könnten dann bei Schlangenfrau und Riesenaffe Verbündete finden und sich gegenüber stehen.
Die Pyramide am Schluss würde ich mit einen zweiten Zugang - vielleicht einem gegrabenen Tunnel - versehen, so dass die beiden Gruppen auf getrennten Wegen hinein gelangen und sich am Ziel wieder gegenüber stehen.


heinzi

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Re: Im Zeichen der Schlange / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #4 am: 11 Jun 2016, 12:27:31 »
Habe jetzt noch keine Wertung abgegeben, da wir das AB noch nicht gespielt haben aber in diversen Punkten muss ich meinem Vorredner rechtgeben.

Vor allen Dingen hätte ich eine größere Anlage mit mehreren Wegen zur zentralen Kammer in Verbindung mit einem echten Wettrennen um den Stein erwartet. Gerne auch teilweise mit überfluteten Gängen und diversen Jump-and-run Strecken damit Indiana-Jones/Tomb-Raider/Prince of Persia feeling aufkommt.

Der Schlangen-Kult kommt meiner Meinung nach ein wenig blass rüber. Das Wettrennen um den Schatz hätte ruhig bereits mit der Suche nach den Schatzkartenteilen beginnen können. So hätten die Helden auch häufiger Berührungspunkte/Konflikte mit dem Kult und der Finale Triumph über den verhassten Gegenspieler wäre umso schöner gewesen. Eine Einbruchs-Episode in den Schlangentempel während eines nächtlichen Kultfestes (mit einer geheimen und möglicherweise zu vereitelnden Menschenopferung) wäre ebenfalls spannend gewesen.

Guldor

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Re: Im Zeichen der Schlange / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #5 am: 14 Jul 2016, 11:46:35 »
Ich muss leider sagen, dass ich dem Abenteuer auch eine 4 gegeben habe. Hier möchte ich anmerken, dass 4 ja ausreichend heißt und ich es auch so meine. Aber da ich dieses Abenteuer nicht ohne größere Veränderungen leiten würde, muss ich leider so urteilen.

Leider, da ich die Grundidee des Abenteuers gut finde und ich Dschungel und Indiana Jones Settings zur Abwechslung vom Mittelalterkram klasse finde. Auch der Einstieg des Abenteuers lies beim Lesen mein Herz höher schlagen. Diese versumpfte Stadt mit ihren ganzen Artefaktsuchern und die Jagd nach den Teilen der Karte fand ich richtig toll.
 Nur warum gab es keine solchen Kartenteile als Handout? Das drängte sich mir direkt auf. Ich weiß, dass nur beschränkt Platz in solchen Heften ist und wären die restlichen Texte alle total wichtig hätte ich das auch nicht schlimm gefunden. Aber, und hier kann der Autor vielleicht nur bedingt etwas für, ich habe das Gefühl, dass das halbe Abenteuer aus Werteboxen besteht. Es ist sicherlich löblich auch Spielleitern, die das Monsterhandbuch nicht besitzen, ein reibungsloses Spielleiten zu erlauben, aber wärum so viele verschiedene Monster? Das kann jetzt subjektiv sein, aber ich bekomme das Gefühl, dass versucht wurde die Exotik des Schauplatzes über möglich viele Monster zu transportieren. Das ist mMn nicht gelungen. Es wirkt so, als wenn jede Aktion der Spieler ein Monster herbeiruft, und wenn das nicht der Fall ist taucht eine Falle auf. Da geht mir sowohl die Glaubwürdigkeit als auch die Stimmung irgendwie flöten. Es wirkt wie ein vollgestopfter Dschungel-Dungeon. Es kann sicher auch gut sein, dass das vielen gefällt und ich habe nix gegen ein paar knackige Kämpfe aber da muss ich sagen, dass mir das dann doch zu viel wird.
Sonst gefallen mir generell die Schauplätze des Abenteuers und viele der Grundideen. Es wirkt nur irgendwie als sei beim Schreiben der Fokus etwas verloren gegangen.

derPyromane

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Re: Im Zeichen der Schlange / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #6 am: 15 Aug 2016, 07:28:55 »
Für mich seit langem eines der besten Abenteuer. Ich habe das Abenteuer geleitet und über einige Stunden viel Spass gehabt. Die Sanbox Bausteine sind sehr gut aufbereitet und bieten viele Optionen. Fein wären noch mehr Pläne und Skizze gewesen. Aber wann wünscht man sich das nicht. Volle Punkte für die Indiana - Retro - Jungel - Erfahrung von mir und Gruppe. 😄
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Loki

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Re: Im Zeichen der Schlange / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #7 am: 03 Jun 2017, 09:59:44 »
Ich habe das Abenteuer (noch) nicht geleitet, daher basiert mein Eindruck alleine auf der Lektüre.

Einige der bisher genannten Einwände kann ich nicht oder nicht gänzlich nachvollziehen. Das Abenteuer verfügt über viele schöne Handouts, eine relativ nutzlose geviertelte Schatzkarte sehe ich da nicht als notwendig an. Deren funktionaler Nutzen wäre sehr begrenzt und es wäre ein reines Fluff-Objekt. Zudem sich mit der Schatzkarte im Prinzip auch die ganze Tal-Karte erübrigt hätte, denn dann würden die Spieler direkt sehen, wo die (richtige) Pyramide sich befindet und würden viel vorbereitetes Abenteuer verpassen. Daher kann ich das Fehlen der Schatzkartenteile gut verschmerzen. Gleichzeitig sind das natürlich nur meine persönlichen Ansprüche - ohne dass ich jemandes andere schlecht reden will (ich teile sie einfach nur nicht). Auch die Anzahl der Handouts insgesamt finde ich ausreichend. Ich denke, hier sollte man fair bleiben und den allgemeinen Standard bei Splittermond-Abenteuern bedenken - und da ist Im Zeichen der Schlange nicht schwächer aufgestellt als vergleichbare Abenteuer. Generell sollte es nicht mehr Handouts geben als notwendig (Sommersonnenwende hat zum Beispiel bei einem vergleichbaren Seitenumfang ein einziges Handout - und mehr braucht es auch nicht).

Die Spieler in den Plot zu kriegen sehe ich nicht als besonders schwierig an. Es stimmt - nach 50 Jahren noch Spuren von 4 Leuten in so einer großen Stadt zu finden, ist nicht leicht. Aber die Spieler wissen ja, wonach sie Ausschau halten müssen und eines der Kartenstücke können sie ja sogar ganz ungeniert aushängen sehen. Insofern finde ich die Schwierigkeit da nicht besonders hoch und sehe keinen Anlass, da etwas anzupassen (wobei sich natürlich in der Spielpraxis erst zeigen wird, wie gut die Spieler dem Plot auf die Spur kommen).

Wo ich wiederum zustimmen muss ist die Blässe des Schlangenkults und insbesondere des Tempelvorstehers, der auf mich einen unfassbar unfähigen Eindruck macht. Er latscht zwei Mal in seine eigenen Fallen und ist der Protoyp des wahnsinnigen Kultführers, der einzig als Plot-Device dient. Seine Motivation, die Abenteurer für ihr unfassbar frevelhaftes Vorhaben, die Schätze der Pyramide zu plündern, wochenlang durch den dichtesten gefährlichen Dschungel zu führen, wirkt auf mich sehr künstlich. Allgemein entfaltet das Abenteuer seine Stärke erst im Mittelteil, wenn es durchs Tal geht.

Dass in dem Abenteuer verdammt viele Werteboxen vorkommen und man das Gefühl hat, dass die Charaktere bei jedem falschen Schritt eine Riesenschlange, einen Raptor, einen Flugvogel, Spinnen und Skorpione, wütende Meckeraffen oder erzürnte Geister von Verstorbenen herbei rufen, stimmt hingegen. Und das finde ich auch etwas schade. Will man alle Kämpfe ausspielen, über die die Charaktere stolpern, wenn man immer wenn es vorgeschlagen ist auf einer Tabelle würfelt (und an den Ergebnissen nichts dreht), verbringt man wohl einige Spielsitzungen nur mit Kämpfen. Das muss echt nicht sein. Klar liegt es in der Hand des Spielleiters, wann er würfelt und wann er welche Monster einbringt, aber manche Ereignisse sind auch einfach "gescriptet" (z.B. der Angriff des Raubvogels bei der Kletterpartie zum Baumhaus), was ich grundsätzlich nicht schön finde (zumal selbst dem dämlichsten Vogel klar sein sollte, dass so ein Angriff aussichtslos ist).

Bei Riesenaffe und Schlangenfrau hätte ich mir noch ein paar mehr Referenzen gewünscht, außerdem erschien mir das Verhalten der Schlangenfrau seltsam (zum Teil als feindselig beschrieben, zum Teil als unterwürfig). Wenn man schon King Kong und Godzilla durch den Kakao zieht, dann hätte ich (und da stimme ich den anderen Rezensenten zu) die Spieler besser in den Konflikt eingebunden. So wie es jetzt ist, befürchte ich auch, dass die Spieler sich mit den Figuren nicht groß beschäftigen werden.

Eine Kleinigkeit, die mich gestört hat: Sowohl Skorpione als auch Spinnen sind Kannibalen. Trotzdem überstehen sie mehrere hundert Jahre hungernd und in Raserei, ohne sich gegenseitig auszulöschen? Was ich hingegen sehr schön fand war, wie doch recht gekonnt das Indiana Jones-Genre parodiert wird, indem die Charaktere immer dann geliefert sind, wenn sie die offensichtlichsten Lösungen probieren (offensichtlich ziehbare Bronzeketten, ominöse Fingerzeige von Statuen ...).

Insgesamt gebe ich dem Abenteuer eine 2-.
« Letzte Änderung: 03 Jun 2017, 13:24:08 von Loki »
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