Autor Thema: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)  (Gelesen 16359 mal)

аwtоr zashigajet

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #450 am: 11 Sep 2017, 10:43:48 »
Jauja

Nein, ihr selbst bin ich noch nicht begenet. Auch wenn ich schon viele Geschichten und Berichte über sie gelesen habe. Es ist manchmal erstaunlich wie weit ihr Einfluss reicht. Es gibt eine ganze Reihe Gesandte die eine, wie nannte sich das noch... Spiegelscherbe bei sich tragen und dadurch magisch mit ihr verbunden sind. Zu gern würde ich mir eine solche Scherbe ein mal ansehen. Ich hoffe, dass ich irgendwann auch nochmal eine längere Studienreise in den Westen unternehmen kann, in Tir Durghachan sollen die Grenzen zwischen den Welten ja sehr dünn sein.

Ihr gesicht wandelt sich von freudig eregt zu einem etwas nachdenklicheren Ausdruck.

Na ja. Ursprünglich stamme ich aus Arakea. Nicht ganz freiwillig hat es uns dann nach Ioria verschlagen. - Und wie die Götter es wollten haben wir dort einen Magier des Zirkels getroffen, der uns eine sichere Unterkunft und sogar Arbeit angeboten hat. Seit dem leben wir dort und haben ein ganz gutes auskommen. Arwingen ist eine ganz schöne Stadt, selbst diese schmierige Hafenkneipe kann wieder betreten. Es haben auch nur sehr wenige getrauert als man den alten Wirt zerfleischt in einem Wäldchen gefunden hat. Aber der neue hat echt was aus dem Laden gemacht. Und den großen Markt müsst ihr unbedingt mal besuchen. Spezielle Waren aus aller Welt zu Spotpreisen.

flippah

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #451 am: 11 Sep 2017, 12:39:10 »
"Darf ich fragen, was Euch aus Eurer Heimat vertrieben hat?" hakt Jana nach, schiebt aber sogleich hinterher "Ihr müsst das nicht beantworten, wenn Ihr nicht wollt."
"In allen anderen Fällen gehen Sie so schnell wie möglich in See und, ohne sich auf eine Schlacht einzulassen, sofern dies möglich ist, nach Wladiwostok" (Jewgeni Iwanowitsch Alexejew)

аwtоr zashigajet

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #452 am: 11 Sep 2017, 13:14:06 »
Ich habe schon früh in den verbotenen Schriften gelesen... Die Sprachen fremder Völker und unserer Feinde gelernt. Früher oder später wäre das sicherlich aufgefallen. Da ich im Gegensatz zu meinen Brüdern und Schwestern nie das Bedürfniss meine Innerein auf dem Altar verteilen zu lassen, haben wir die Chance in die zivilisierte Welt zu kommen genutzt, als sie sich bot.
Der herablassende Tonfall ist nicht zu überhören im letzten Satz.

Am Anfang war das sehr ungewohnt, die Leute hier haben so viele Themen über die man nicht sprechen darf. So viel was man beachten muss. Aber das is wohl der Preis dafür hier zu sein. Nur das ich hier immer noch meine Zeit mit Botengängen für die Magier verschwenden muss, ist mir besonders fremd.
Sie leckt sich über den Handrücken und reibt sich damit über das linke Ohr.

TrollsTime

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #453 am: 12 Sep 2017, 07:39:44 »
Beppo
"Hmja, aber auch wir Einheimischen haben so unsere Probleme und treten in das ein oder andere Fettnäpfchen.
Ich glaube, alle haben überall irgendwelche Probleme.
Die Götter haben ja ganz ordentliche Arbeit geleistet mit Schöpfung und Wetter und Heil und Segen und so....
... nur sind die sich ja auch nicht immer eins. Da kann man schon mal zwischen die Fronten geraten.
Ich glaube ja, dass die Götter uns eine Wahl lassen:
Entweder bei seinen Leisten bleiben und ein wichtiger Backstein im Gebäude der Gesellschaft werden.
Oder halt eben das Schicksal in die eigene Hand nehmen und ein äh....hmm..... "Schicksalsrad am göttlichen Wagen" werden.... also:
Eine Reise tun, die was bewirkt! Kein Jodeldiplom in Utopia erwerben, sondern was leisten irgendwo irgendwie für möglichst viele "irgendwens"!"

Beppo
legt der Vargin seine schwielige Hand auf die Schulter.
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flippah

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #454 am: 12 Sep 2017, 10:16:36 »
Jaujas Antwort lässt Jana erbleichen. "Ich... hatte ja keine Ahnung" bringt sie leise hervor.
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аwtоr zashigajet

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #455 am: 12 Sep 2017, 10:59:23 »
Jauja

sie lässt Beppo machen, wirft ihm aber einen Blick mit hochgezogener Augenbraue zu. Etwas spötisch fügt sie hinzu Ist ja wenigstens frisch gewaschen.

Etwas besorgt schaut sie zu Jana Ist euch nicht gut? Ihr seht auf einmal so blass aus.

TrollsTime

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #456 am: 12 Sep 2017, 11:09:18 »
"Nana, das wird schon, meine Damen! Grämt euch nicht, denn siehe: Eine neue Zeit bricht an! Ist doch kein Zufall, dass ihr euch hier trefft! Die Götter wollen es so!"
Dann geht er noch ne Runde Dünnbier holen.
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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #457 am: 13 Sep 2017, 10:22:46 »
"alles gut", antwortet Jana. "Aber Leute wie Ihr zeigen einem, wie klein die eigenen Sorgen sind."
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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #458 am: 13 Sep 2017, 15:10:41 »
Beppo
dreht sich um: "Die sind  nicht klein! Gut vielleicht kleiner als die von Jauja.... aber.....
Eure Sorgen haben doch ihre Größe nicht verändert, nur weil plötzlich Jauja neben Euch sitzt statt der Typ mit dem losen Faden am Knopfloch.
Redet eure Sorgen nicht kleiner als sie sind. Denn dann kümmert ihr euch nicht um sie und sie werden irgendwann tatsächlich größer.
Und was passiert dann?
Ihr geht sie erst recht nicht an, weil ihr euch schon nicht um sie gekümmert habt, als sie noch kleine Sorgen waren.

Was meint ihr denn, wie diese veraltete Menschenopferei irgendwann entstanden ist? Doch nur, weil sich jemand um die Ziege keine Gedanken gemacht hat. Als nächstes hat sich dann jemand um den lebendig gegrabenen Hund keine Sorgen gemacht, weil ähm "Im Nachbardorf haben die sogar ne Fee eingemauert, also was beschwerst du dich?" oder so... und dann geht das immer so weiter bis zum Jungfrauenopfern, solchem Unsinn wie in Jaujas Kral oder dieser Geschichte von diesem Dorf, das in den Freitod ging.

Mach dir ruhig Sorgen.... und dann löse sie....!"
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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #459 am: 13 Sep 2017, 18:49:22 »
Cinin

Nachdem er lange nachgedacht, antwortet der verbrannte Zwerg Tong: "Bislang hatte ich mich nicht getraut... Ich wusste ja, nicht, ob es nicht vielleicht doch ein Dämon sein könnte, der mich nun unter seinen Bann hat... Und selbst jetzt fürchte ich mich davor, mit ihr in Kontakt zu treten."

"Seht, meine Mutter war... ist nicht gut angesehen in meiner Heimat. Sie wollte so werden wie Meisterin Brawen Brandbinder, eine angesehne Handwerkerin in Altfeste. Doch wo Meisterin Brandbinder Respekt und Achtung vor den Traditionen meines Volkes hat, war meiner Mutter immer davon überzeugt, dass die Traditionen sie nur zurückhalten würde. Als mein Vater starb, verschwand sie nach Takasadu und als sie wieder kam, brachte sie diese seltsame Waffentechnologie mit. Tja, und wie schon gesagt, bei dem Versuch, ihre Genialität zu beweisen, scheiterte sie katastrophal. Und ich muss zugeben... Sie wirkte alles andere als vernünftig in ihren letzten Tagen. Sie war besessen, munkelte man später. Und wie man weiß..."

Cinins Miene verfinstert sich, als er anfängt, eine nasale Frauenstimme zu zitieren: "Wahnsinn ist ansteckend."
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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #460 am: 14 Sep 2017, 08:02:43 »
Beppo
"Naja, da habt ihr sicherlich recht, Herr Cirin, aber es gibt auch sicherlich Hoffnung:..."

Dabei entblättert vorsichtig den Ritualdolch vor dem Zwerg.

"Siehe: Auch die ketzerische Verwendung dieses Dolches.... oder war es 'häretisch'?.... egal.... Jedenfalls brachte sie erst göttliche Verstimmung. Anschließend wurde er geraubt, man übertrieb es noch mehr und schließlich schaukelte es sich hoch bis "Sie, die gurgelnd aus den Tiefen zu uns spricht" keine Geduld mehr hatte und das Land meiner Heimat strafte.
Aber was geschah dann? Tod und Zerstörung? Bauernaufstände? Rote Hähne auf den Dächern? Eingriff des Kaisers? Irrfahrt des Dolches? Mitnichten!
Eine junge Priesterin hatte ein Einsehen, nahm den Dolch an sich und händigte ihn einem kleinen bescheidenen frommen Mann mit etwas zu lockerem Mundwerk aus, auf dass er einen würdigen Träger und Verwahrer finde....
Und seitdem.... keine Naturkatastrophen, keine wandelnden Toten, kein Salz im Brunnen...
Vielleicht belustige ich die "Herrin der singenden Sandbänke" auch.... egal...
was ich eigentlich sagen wollte, ist fast das Gleiche, was ich Jana schon sagte:

Nicht die Sorgen sind das Problem oder der Wahnsinn, sondern was ihr daraus macht. Stellt euch ihm in Maßen, redet mit ihm, wenn ihr wollt. Und dann sagt ihm, was seine Aufgabe ist: Euch zu warnen, euch zu führen in dunkelster Stunde. Aber nicht euch zu verführen oder in Ach und Schmach, Leid und Pein zu stürzen.

Siehe: Das ist der Anfang! Nicht das Ende!
Oder wie der heilige Branibal sagte: "Klappt scho'!"

« Letzte Änderung: 14 Sep 2017, 10:55:54 von TrollsTime »
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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #461 am: 14 Sep 2017, 09:17:20 »
Jana lächelt nachsichtig - und schweigt.
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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #462 am: 14 Sep 2017, 17:44:47 »
Tongs wirkt sehr nachdenklich während er den Ausführungen des Zwerges lauscht.

"Es wäre natürlich möglich das sich ein Diener eines finsteren Gottes oder Feenwesen in einer Stunde der Schwäche bei euch Unterschlupf gefunden hat aber das halte ich für unwahrscheinlich. Darf ich fragen, was für ein Verhältniss ihr zu eurer Mutter hattet? Ihr führt ja eine ihrer Erfindungen mit euch, oder?"

Dabei deutet er auf das Donnerrohr welches Cirin sicherlich an einen freien Stuhl oder die Wand gelehnt hat. Nebenbei holt er einen Bogen Pergament aus seiner Tasche und positioniert es zwischen Cirin und sich.

"Zwischen Wahnsinn und Genialität liegt nur ein schmaler Grad, Cirin. Wie war der Name deiner geschätzten Mutter?"
Seelenruhig zieht er einen sauberen Kreis auf das Pergament und setzt in der Mitte des Bogens erneut an.

Das der Bauer sich an ihren Tisch platz genommen hat scheint er eben erst recht bemerkt zu haben und rückt plötzlich von dem Tisch zurück. S
"Bitte, nehmt euren Fischzahn vom Tisch! Waffen gehören nicht auf einen Tisch an dem gespeist wird und dieses Ritualmesser schon gar nicht oder ruht ihr erst, wenn ihr es jedem Gast dieses Haus vor den Schnabe....das Gesicht gehalten habt?!"

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #463 am: 14 Sep 2017, 18:21:53 »
Als Beppo auf ihn einredet, nickt Cinin nur kurz. Es wird aber durch seinen verwirrten Blick deutlich, dass er die Ausführungen des seltsamen Mannes nicht wirklich zu verstanden haben scheint, da er zu sehr auf Tongs Worte konzentriert war.

Er hat antwortet dem Priester aus Takasadu: "Meine Mutter war Willimina Baltesa." Er schaut aufmerksam zu, was Tong macht.

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Re: "Hirsch und Phönix" (Plotfreies Gasthaus in Sarnburg.)
« Antwort #464 am: 15 Sep 2017, 07:12:25 »
"Verzeiht, Herr! Ich wollte den Herren, so bedrückt er schien, nur mit einem Gleichnis darauf aufmerksam machen, dass er die Hoffnung nicht aufgibt.
Und es ist in der Tat kein Fischzahn, sondern ein Seeschlangenzahn.
Verzeiht, falls ich mich ungebührlich eingemischt habt.
Wichtig ist nur, dass wir bei all dem nicht den seelsorgerischen Aspekt oder wie das heißt vergessen.
Ihr seid ein Mann der Wissenschaft, ich nur ein einfacher Mann, das respektiere ich!
Bitte, nehmt Platz, Meister Tong, ich stehe lieber!"
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