Autor Thema: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur  (Gelesen 2365 mal)

Chanil

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Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« am: 09 Aug 2015, 13:46:32 »
Die Rattling-Stämme
Die Kinder der Sippe

„Die Sippe ist der Mittelpunkt im Leben eines jeden von uns. Wir sind eins!“

Die Gemeinschaften der Rattlinge sind fast immer in stammesähnlichen Gruppen organisiert, ob nun als Räuberbande auf den Straßen, Enklaven in den Städten der kulturschaffenden Völker, oder als echte Stämme in der Wildnis von Lorakis. So findet man fast überall auf Lorakis Gruppen von Rattlingen, welche sich irgendwo eingenistet haben um dort ein angenehmes und sicheres Leben zu führen.

Leben und Gesellschaft
Jede Gruppe von Rattlingen kennt drei Anführer, welche der Gemeinschaft vorstehen und die Geschicke zum Wohl der Sippe lenken. So gibt es immer einen Rattling, welcher die Aktionen der Rattlinge außerhalb der Gemeinschaft lenkt, meist der listenreichste und ihnen, der Überfälle plant, Verhandlungen mit Kulturschaffenden führt, aber auch für den Schutz der Sippe zuständig ist. Dieser Rattling wird von außenstehenden, nicht-Rattlingen, oft als einziger Anführer einer Rattling-Gemeinschaft wahrgenommen. Dann gibt es die Sippenmutter, eine Rattlingsfrau, welche sich um die Ordnung innerhalb der Sippe kümmert, alles organisiert, in der Sippe die Aufgaben nach Können und Begabung verteilt und für den Zusammenhalt der Sippe Sorge trägt. Zu guter Letzt gibt es noch den Schamanen welcher der spirituelle Führer der Sippe ist, Kontakt zu den Göttern und den Geistern aufnimmt, diese um Hilfe bittet und den Dank der Sippe in großen Zeremonien überbringt. Aber auch der Lehrer der Sippe in vielen Dingen der spirituellen Welt ist und auch die Geschichte und Kultur der Rattlinge bewahrt.
Familien in der Art wie die kulturschaffenden Völker sie kennen haben Rattlinge nicht, Monogamie ist unter ihnen unbekannt und im Regelfall kann eine Rattlingsfrau nicht sagen, wer genau der Vater ihrer Kinder ist. So werden die Kinder auch von der Gruppe gemeinsam aufgezogen, jeder kümmert sich um jeden und die Männer sind gut zu jedem Kind, es könnte ja das eigene sein.

Mentalität
Rattlinge sind genügsam, pragmatisch und opportunistisch. Dabei jedoch unbedingt Loyal gegenüber ihrer Sippe gegenüber. In dem Wissen und Glauben erzogen, dass das Wohl der Sippe wichtiger ist, als das Eigene, zögert kaum ein Rattling wenn es darum geht sich selbst zu opfern. Wobei immer darauf geachtet wird solche Opfer zu vermeiden wenn es geht, aber nicht davor zurück geschreckt wird, wenn es keine andere Wahl gibt.

Weltsicht und Glaube
Das Überleben der Sippe ist es, was ihre Götter Sie lehren. Die große Sippe, geführt von den Hauptgöttern mit deren Kindern und den Geistern der Verstorbenen als Gefolge sind die Götter zu denen die Rattlinge beten. Die wenigen Gelehrten der kulturschaffenden Völker haben diese Religion doch bis heute noch nicht erkannt, da die Rattlinge sowohl von ihrer Rasse, als auch von ihren Göttern nur als 'Die Sippe' sprechen.
Zu den wichtigsten Göttern der Sippe gehören: Rikali, die Sippenmutter, welche für Heilung, Fruchtbarkeit und Schutz der Kinder steht, Raikuum, der listige Krieger und Beschützer des Völkes, Rettan, der gewitzte Schurke, Viskan, Herr der Toten, Hüter des Wissens, Richter an der Totenpforte, Vestuum, der Albino, Bringer des Lichts, Banner aller Magie und Vernichter aller Untoten und Ferkas, der Wanderer in der Natur.

Magie
Die verbreitetste Magie unter den Rattlingen ist mit Sicherheit die Schattenmagie. Sie unterstützt schlicht ihre bevorzugte Handlungsweise alles unauffällig und im Stillen zu tun, nicht aufzufallen und von Schatten zu Schatten zu huschen. Daneben sind Stärkungs- und Schutzmagie unter der Kämpfern beliebt, Bewegungs- und Illusionsmagie unter den Dieben und Einbrechern, Bewegungs- und Erkenntnismagie unter den Kundschaftern und Spionen. Naturmagie hingegen bei den Stämmen die eher in wilderen Gebieten auf Lorakis leben.

Erscheinungsbild
Auch wenn Rattlinge ein gewisses Maß an Handwerk betreiben, so fehlen ihnen jedoch meist die guten Werkstätten und Schmieden um wirklich gute Handwerksprodukte zu fertigen. So sind die meisten Rattlinge in beschädigte und abgetragene Kleidung und Rüstungen gehüllt, ihre Waffen nur selten von guter Machart und wenn doch meist eine Beute aus einem Überfall. Nur dort wo Rattlinge mit den kulturschaffenden Völkern handeln können oder gar in deren Diensten stehen, sind Kleidung, Waffen und Rüstung von ebenso guter Qualität wie die der Völker für die sie arbeiten.
Auch entspricht ihre Körperpflege dann eher den Vorstellungen der kulturschaffenden Völker.

Namen der Rattlinge
Übliche Namen:  Bizzir, Sharruz, Zurrak
Die Namen der Rattlinge stammen aber auch oft aus den Kulturen, in welchen sie sich aufhalten. Sie haben jedoch auch einen Namen in 'Rattling' der aus Zisch-, Pfeif- und Fauchlauten bestehenden Sprache der Rattlinge, welche nur von Rattlingen gesprochen wird.
Nachnamen oder Familiennamen haben Rattlinge keine, eher wählen sie sich selbst einen beinahmen, oder bekommen diese von ihrer Gemeinschaft verliehen.

Werte eines Abenteurers aus den Rattling-Stämmen
Übliche Rasse: Rattling
Übliche Abstammungen: Gesindel, Händler, Handwerker, Kleinbauern, Priester, Seefahrer*
Muttersprache: Rattling
Kulturkunde: Rattling-Stämme
Stärke: Bastler oder Kulturkunde (Der Kultur in welcher der Stamm lebt)
Fertigkeiten: Handgemenge 1, Hiebwaffen oder Klingenwaffen oder Schusswaffen +1, Akrobatik +2, Athletik +1, Entschlossenheit +1, Geschichten und Mythen +1, Heimlichkeit +2, Jagdkunst oder Wahrnehmung +1, Naturkunde oder Länderkunde +1, Redegewandtheit +1, Straßenkunde oder Überleben +2, Schattenmagie +1
Meisterschaft: Heimlichkeit (Eine Grad 1 Meisterschaft nach Wahl)

*Bei der Verteilung der Ressourcen sollte beachtet werden, dass die meisten Rattlinge im Regelfall bei Ansehen -1, Stand -1, und bei Vermögen -1 bestenfalls 0 liegen. Darüber hinaus gehende Werte sollten gut erklärt und mit dem Spielleiter abgesprochen sein. Hier bietet sich die Optionalregel an, Ressourcenpunkte für die spätere Vergabe im Spiel aufzubewahren und diese zu verteilen wenn sich der Charakter diese verdient hat.
« Letzte Änderung: 18 Aug 2015, 17:37:11 von Chanil »
'Nomis' schrieb am 17 Juli 2012 - 11:26:

Anbei erwähnt, ist gesunder Menschenverstand, anders als viele annehmen, sehr variabel in seiner Ausprägung und keinesfalls eine feste Größe in Art, Umfang oder Funktion.

Kargonis

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #1 am: 09 Aug 2015, 14:04:21 »
Liest sich gut. Was mich etwas stört, ist das mit der "Brutmutter". Das erinnert doch sehr an die lorakischen Orks.

Chanil

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #2 am: 09 Aug 2015, 14:15:55 »
Na ja, ich hatte es eher den Ratkin der WoD entnommen.
Wobei es hier ja im wörtlichen um eine Mutter, also Familie, Nachwuchs, Mutterschaft geht.

Hast du denn einen anderen Vorschlag?
'Nomis' schrieb am 17 Juli 2012 - 11:26:

Anbei erwähnt, ist gesunder Menschenverstand, anders als viele annehmen, sehr variabel in seiner Ausprägung und keinesfalls eine feste Größe in Art, Umfang oder Funktion.

Pik

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #3 am: 09 Aug 2015, 18:10:29 »
Brutmutter(und der Text generell) erinnert mich irgendwie wieder an die Nacktmull-Brutmütter in Shinsekai yori. *schauder* Die Kultur dort ist viellicht ähnlich der, die du dir vorstellst.

Belzhorash

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #4 am: 09 Aug 2015, 18:39:48 »
Schwarm passt mMn nicht so recht. Bei Schwarm denke ich an ein kollektives Gedächtnis und entsprechende Handlungen.

Wie wäre es mit Rudel oder Meute?

Chanil

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #5 am: 09 Aug 2015, 19:01:54 »
@Pik: Sagt mir so gar nichts, müsste ich mir mal anschauen.

Edit: Letzten Endes sollte man sich die Sippenmutti, aber eher als Hausfrau und Mutter vorstellen, die ein ganzes Dorf organisiert und dabei in der Gesellschaft tatsächlich mal die Anerkennung bekommt die sie verdient.

@Belzhorash: Mein Fehler, bei Ratten ist es 'Sippe' nicht 'Schwarm'. Ändere ich gleich mal.
« Letzte Änderung: 09 Aug 2015, 19:15:43 von Chanil »
'Nomis' schrieb am 17 Juli 2012 - 11:26:

Anbei erwähnt, ist gesunder Menschenverstand, anders als viele annehmen, sehr variabel in seiner Ausprägung und keinesfalls eine feste Größe in Art, Umfang oder Funktion.

sindar

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #6 am: 10 Aug 2015, 11:32:30 »
Dann waere "Sippenmutter" eine schoene Bezeichnung fuer die Matriarchin.
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Yinan schrieb: Die Regeln von Splittermond versuchen nicht, realistisch zu sein.
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Gonzo

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #7 am: 10 Aug 2015, 12:31:29 »
Ich finde den Aspekt der nicht gegebenen Monogamie für einen Spielerklasse schwierig, Varge betreiben das ja auch nicht wie ihre tierischen Artgenossen ;) Sippe ist auch die Großfamilie, da würde ich den Aspekt Familienstrukturen schöner finden.

Chanil

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #8 am: 10 Aug 2015, 17:59:50 »
Ich gebe zu, ich habe mich mit dem Vargen nicht befasst. Allerdings ist Polygamie in einer Menschenähnlichen Kultur weit aus leichter unterzubringen als ein "Nur die Stammesführer des Vargen-Stammes dürfen Nachkommen zeugen!"

Bedenke bitte, dass Monogamie zwar gerne als Ideal der meisten menschlichen Kulturen gilt, aber in der Realität nur wenig mit wirklichen Veranlagung des Menschen zu tun hat.
Im Regelfall neigen Menschen dazu einen Mann für viele Frauen, damit er seine Gene gut weit streuen und dennoch sicher sein kann, dass die Nachkommen von ihm sind.
Bei den Rattlingen spricht also mMn nichts gegen ein "Viele Männer für eine Frau um die Wahrscheinlichkeit der Schwangerschaft zu erhöhen!" Ist halt eher der Ratten, als der Menschenaspekt.
Und ganz ehrlich, ich halte eine gegebene Monogamie für eine Spielerrasse weit aus schwieriger als Polygamie. Denn nichts für Ungut, die meisten Charaktere die ich kenne... leben sehr polygam...
'Nomis' schrieb am 17 Juli 2012 - 11:26:

Anbei erwähnt, ist gesunder Menschenverstand, anders als viele annehmen, sehr variabel in seiner Ausprägung und keinesfalls eine feste Größe in Art, Umfang oder Funktion.

JohnLackland

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #9 am: 10 Aug 2015, 18:01:55 »
Ich finde den Aspekt der nicht gegebenen Monogamie für einen Spielerklasse schwierig, Varge betreiben das ja auch nicht wie ihre tierischen Artgenossen ;) Sippe ist auch die Großfamilie, da würde ich den Aspekt Familienstrukturen schöner finden.
Lies dir mal die Tarr durch im Weltenbuch, Familie in der Form gibt es da nicht.... wie bei den meisten Menschenkulturen
Spielst du schon oder diskutierst du noch über die Regeln?

Gonzo

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #10 am: 10 Aug 2015, 19:23:20 »
Bei den Rattlingen spricht also mMn nichts gegen ein "Viele Männer für eine Frau um die Wahrscheinlichkeit der Schwangerschaft zu erhöhen!" Ist halt eher der Ratten, als der Menschenaspekt. Und ganz ehrlich, ich halte eine gegebene Monogamie für eine Spielerrasse weit aus schwieriger als Polygamie. Denn nichts für Ungut, die meisten Charaktere die ich kenne... leben sehr polygam...
Fraglich ob eine emanzipierte Frau an der Spielerklasse noch Freude finden würde.

Lies dir mal die Tarr durch im Weltenbuch, Familie in der Form gibt es da nicht.... wie bei den meisten Menschenkulturen
Habe da nur diese Rudelgeschichte im Hinterkopf, bei der Familie ging es mir um den Kontext Sippe, die ich zB mit Sippenkonflikten verbunden sehe und dort auch relativ viel Spielbarkeit verorten würde.
« Letzte Änderung: 10 Aug 2015, 19:26:42 von Gonzo »

Chanil

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #11 am: 10 Aug 2015, 19:30:54 »
Emanzipation bedeutet sich von einer Abhängigkeit befreien, oder aber die Gleichstellung von Mann und Frau.

Es hat aber nichts mit Emanzipation zu tun ob einer Frau eine solche Rasse gefällt oder nicht. Sondern mit ihrer Einstellung zur Sexualität.
Zudem, heute gilt Monogamie als verbreitete Lebensform zwischen den Menschen, Polygamie ist dennoch weit verbreitet. Es ist also kein Zwang dahinter.
« Letzte Änderung: 10 Aug 2015, 19:34:03 von Chanil »
'Nomis' schrieb am 17 Juli 2012 - 11:26:

Anbei erwähnt, ist gesunder Menschenverstand, anders als viele annehmen, sehr variabel in seiner Ausprägung und keinesfalls eine feste Größe in Art, Umfang oder Funktion.

Gonzo

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #12 am: 10 Aug 2015, 20:01:00 »
Emanzipation bedeutet...
Im Kontext verändern sich Worte ;) hätte ich Feministin geschrieben wäre die Auslegung mE zu ausufernd und vermutlich mit negativer Belegung wahrgenommen worden. Ich spiele mit relativ vielen Frauen und da hätte eben jene getroffene Beschreibung vermutlich Irritation ausgelöst. Wie gesagt es stand auch mit zu der Verbindung Sippe und Familie.

Chanil

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #13 am: 10 Aug 2015, 20:04:25 »
Ich wüsste nicht, warum es keinen Sippenzusammenhalt geben sollte. Sie sind alle mehr oder weniger mit einander verwandt, jeder kümmert sich um jeden, die Sippe erzieht die Kinder und alle helfen einander. Da ist es völlig irrelevant ob es eine Frau nur einen Mann hat, oder gleich viele.
'Nomis' schrieb am 17 Juli 2012 - 11:26:

Anbei erwähnt, ist gesunder Menschenverstand, anders als viele annehmen, sehr variabel in seiner Ausprägung und keinesfalls eine feste Größe in Art, Umfang oder Funktion.

Jeong Jeong

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Re: Wir bauen uns einen Rattling - Teil 2: Die Kultur
« Antwort #14 am: 10 Aug 2015, 20:21:04 »
Im Kontext verändern sich Worte ;)

"In der neuen westlichen Geschichte können grob drei Emanzipationsbewegungen unterschieden werden." Grob reicht gar nicht aus um zu beschreiben, wie grob diese Einteilung ist. Zwei Artikel weiter geklickt wird es glücklicherweise fundierter. Immer noch recht grob, aber neben mir stehen gerade ca. 40 Bücher zu Geschlechtergeschichte in der Frühen Neuzeit und Moderne, also sind meine Ansprüche da vielleicht auch etwas zu hoch. ;D


Bei den Rattlingen spricht also mMn nichts gegen ein "Viele Männer für eine Frau um die Wahrscheinlichkeit der Schwangerschaft zu erhöhen!" Ist halt eher der Ratten, als der Menschenaspekt. Und ganz ehrlich, ich halte eine gegebene Monogamie für eine Spielerrasse weit aus schwieriger als Polygamie. Denn nichts für Ungut, die meisten Charaktere die ich kenne... leben sehr polygam...
Fraglich ob eine emanzipierte Frau an der Spielerklasse noch Freude finden würde.

Das ist immer ein schwieriges Thema. Nicht nur bei Geschlechterfragen. Ich persönlich finde es sehr gut, wenn PnP-Welten alternative Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens darstellen und erlebbar machen. Polygame Kulturen, Kulturen in denen Frauen oder Männer extrem dominieren oder auch welche, die das familiäres Zusammenleben und Fortpflanzung komplett voneinander trennen, können alle interessante und neue Perspektiven aufzeigen. Vor allem das Spiel mit anderen Geschlechterrollen bietet dabei zahllose Möglichkeiten.

Gerade wenn sich jemand sehr intensiv mit Geschlechterstudien befasst hat, wird er diese Dekonstruktion moderner Geschlechterrollen sehr zu schätzen wissen. Durch das Aufzeigen alternative Gesellschaftsstrukturen wird deutlich, dass diskriminierende und einschränkende Strukturen der gegenwärtigen Realität nicht alternativlos und prinzipiell veränderbar sind.